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Ex-Papst Benedikt räumt Fehler ein und rechnet mit Deutschland ab

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In einem neuen Buch zieht der ehemalige Papst Benedikt Bilanz – und teilt auch noch einmal aus. Der emeritierte Papst hat Fehler in seiner Amtszeit eingeräumt. Eine «klare, zielstrebige Regierungsführung» habe ihm gefehlt, sagte der 89-Jährige in dem neuen Interview-Band «Letzte Gespräche». Seine Schwäche sei auch gewesen, nicht genug auf die Menschen zuzugehen. Ausführlich äußerte er sich zu seinem überraschenden Rücktritt als Papst im Jahr 2013: Der Amtsverzicht sei keine Folge von Intrigen und Skandalen gewesen. «Zurücktreten darf man nicht, wenn die Dinge schiefliegen, sondern wenn sie in Frieden sind. Ich konnte zurücktreten, weil in dieser Situation wieder Ruhe eingekehrt war.» In dem heute erscheinenden Interview-Band krisitierte er außerdem die katholische Kirche in Deutschland: Wegen der hohen Zahl bezahlter Kirchenmitarbeiter gebe es in Deutschland zu viel «ungeistliche Bürokratie» und zu wenig «Dynamik des Glaubens», sagte er. «In Deutschland haben wir diesen etablierten und hoch bezahlten Katholizismus, vielfach mit angestellten Katholiken, die dann der Kirche in einer Gewerkschaftsmentalität gegenübertreten.» Auch die Universitätstheologie sei in einer Krise, brauche neue Köpfe und eine «neue Intensität des Glaubens».

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