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Gericht entscheidet: Keine weibliche Ansprache in Formularen

Redaktion

Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Frauen haben kein Recht auf eine weibliche Ansprache in Formularen. Das oberste deutsche Zivilgericht in Karlsruhe wies am Vormittag die Revision einer Sparkassen-Kundin aus dem Saarland zurück. Die Klägerin sah in männlichen Formulierungen wie «Kunde» oder «Kontoinhaber» einen Verstoß gegen den im Grundgesetz garantierten Gleichheitsgrundsatz. Das sieht der BGH nicht so: Mit der verallgemeinernden Ansprache in männlicher Form wird sie nicht wegen ihres Geschlechts benachteiligt. Die Anrede «Kunde» für Frauen sei weder ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht noch ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz, argumentierte das Gericht. Die Seniorin kündigte an, vors Bundesverfassungsgericht zu ziehen.

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