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Gericht Justiz Prozess

Israeli in Berliner Kirchenruine getötet – Angeklagter schweigt

Gericht Justiz ProzessNach dem gewaltsamen Tod eines 22-jährigen Israelis in Berlin-Mitte vor knapp neun Monaten hat der mutmaßliche Täter zu Beginn des Prozesses gegen ihn geschwiegen. Der Angeklagte werde sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt äußern, sagte sein Verteidiger vor dem Berliner Landgericht. Der 28-Jährige soll das Opfer, das er kurz zuvor in einem Hostel kennengelernt hatte, auf dem Gelände einer früheren Klosterkirche nahe dem Alexanderplatz durch Tritte umgebracht haben. Die Anklage lautet auf Totschlag.

Der aus Albanien stammende Verdächtige wurde sechs Tage später in Tschechien verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert. Bislang hüllte sich der gelernte Koch in Schweigen. Viele Fragen seien in dem Fall noch offen, erklärte der Vorsitzende Richter. Ein mögliches Motiv sei ebenso unbekannt wie Einzelheiten des Geschehens. Nach der Tat hatte es Spekulationen über einen homophoben Hintergrund gegeben. Der Angeklagte soll sich abfällig darüber geäußert haben, dass der 22-Jährige homosexuell sei. Der Prozess wird am 5. Januar fortgesetzt.

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