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ilona brigitta martin / pixelio.de

Krankenkassen warnen: Notaufnahmen verstopft

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Volle Flure, gestresstes Personal: Wer in die Notaufnahme ins Krankenhaus geht, muss auf die ersehnte Hilfe oft lange warten. Denn die Notaufnahmen in Deutschlands Krankenhäusern werden nach einer neuen Studie durch Millionen Patienten mit leichteren Erkrankungen verstopft. Lebensbedrohlich erkrankte Patienten werden so oft erst spät behandelt. «Viele Patienten wissen heute nicht, an wen sie sich im Notfall wenden sollen», sagt Ulrike Elsner, die Vorsitzende des Ersatzkassenverbands vdek. Krankenhäuser tendierten zudem dazu, leichtere Fälle stationär aufzunehmen, obwohl das eigentlich gar nicht nötig sei. Zwar gibt es 600 Notdienstpraxen, um die Notaufnahmen zu entlasten. Die meisten dieser Praxen sind in Kliniken angesiedelt, doch viele seien dort räumlich eher versteckt. Oft fehle es diesen Praxen zudem an Standards und klaren Regeln für die Zusammenarbeit mit den Notaufnahmen. Die Ersatzkassen fordern, dass an jeder der 1600 Kliniken mit Notfallversorgung Portalpraxen eingerichtet werden. Das sollen erste Anlaufstellen sein, in denen die Patienten eingeteilt werden – in akute Fälle für die Notaufnahme, akute Fälle für eine ambulante Behandlung und nicht akute Fälle für Arztpraxen.

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