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Schutzgelderpressung: Schweigen aus Angst

148E480046302D64.jpgDas Problem der Schutzgelderpressung in Berlin kann nach Einschätzung der Polizei kaum bekämpft werden. Die allermeisten Opfer sagen demnach nicht gegen ihre Erpresser aus, es gibt nur wenig Anzeigen. Daher wird auch von einer «hohen Dunkelziffer» ausgegangen. Tatsächlich gab es im Jahr 2014 nur 7 entsprechende Fälle in der Statistik. Schutzgelderpressungen können in allen Bereichen der Gesellschaft auftreten. Eine Häufung ist im Bereich von Lokalen beziehungsweise Restaurants feststellbar. Eine der führenden Gruppen seien kriminelle Rockerbanden wie die Hells Angels, die «demonstrativ gewaltbereit» seien und «Schutzgelderpressung als eine Möglichkeit sehen, um finanzielle Gewinne zu erzielen». Auch arabisch- oder türkischstämmige Clans in Kreuzberg oder Neukölln seien ein Problem.

Laut Innenpolitiker Schreiber müsse der Staat mehr Polizisten für solche Straftaten abstellen und auch die Finanzbehörden einschalten, um der Geldwäsche auf die Spur zu kommen. Ganz entscheidend sei dabei auch der Opferschutz. Schreiber gab zu, dass auch der jahrelange Personalabbau bei der Polizei in der SPD-geführten Landesregierung seit 2001 dazu beigetragen habe, vor Ort weniger Polizeikräfte zu haben.

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