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Vier gegen die Pfunde 2020

Felicitas Rieß

Das große Abnehmfinale

Vier Kandidaten haben sechs Wochen lang mit radio B2 Deutschlands Schlager-Radio (UKW 106,0) und Ernährungsmedizinerin Daniela Kielkowski abgenommen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. „Alle haben prima mitgemacht, bei allen läuft der Stoffwechsel so, wie er laufen muss“, erklärt Daniela Kielkowski. Die Ärztin hat sich auf Stoffwechselerkrankungen spezialisiert und behandelt in ihrer Charlottenburger Praxis Menschen mit Stoffwechsel-Übergewichtsproblemen, darunter auch viele Kinder. Daniela Kielkowski weiß, dass man nur abnehmen kann, wenn der Stoffwechsel auch optimal funktioniert. Erst dann läuft die Fettverbrennung.

Häufig haben ihre Patienten diesen durch Radikaldiäten und dauerhafte falsche Enährungsverhaltensweisen ins Ungleichgewicht gebracht. „Der Stoffwechsel merkt sich alles“, erklärt Kielkowski.  So auch bei „Vier gegen die Pfunde“-Kandidatin Bianka Müller. Die Finanzbuchhalterin aus Pankow war früher ein richtiger Frühstücksmuffel. Die erste richtige Mahlzeit nahm sie erst am Mittag zu sich. Nach einer vierwöchigen kohlenhydratarmen Reduktionsphase greift sie jetzt schon früh am Morgen zu drei bis vier Scheiben Brot. Jetzt läuft ihr Stoffwechsel wieder auf Hochtouren und sie nimmt trotz vieler Kohlenhydrate ab. Fast fünf Kilo Fett hat die 43-Jährige in den vergangenen Wochen verbrannt. „Durch die Ernährungsumstellung habe ich so viel Kraft gewonnen“, freut sich Bianka Müller.

Dass Abnehmen auch mit Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln klappt, hat auch Sina Ebel aus Teltow erfahren. Allein in der vergangenen Woche hat sie trotz der großen  Mengen an Kohlenhydraten 1,3 Kilo verloren. Zusammen mit der Reduktionsphase kommt sie sogar auf sechs Kilo Fett, trotz einer einwöchigen Erkältung, die erschwerend hinzukam. „Denn wer krank ist, darf keine Diät machen“, erklärt Daniela Kielkowski.  Jetzt ist Sina Ebel wieder topfit und verliert weiter fleißig Pfunde. Zudem hat die Streifenpolizistin mehr Bewegung mit in ihren Alltag eingebaut.

Bei Dirk Mewes aus Wilmersdorf lief es anfangs optimal. In den ersten beiden Wochen hat er vier Kilo Fett abgespeckt. Allerdings ist der der 46-jährige Bankkaufmann entgegen allen ärztlichen Rats in den Skiurlaub gefahren und hat damit seinem Stoffwechsel in der Reduktionsphase geschadet. „Ich dachte, dass eine Diät in Kombination mit Sport einfach gut zusammen passt und ich auf diese Weise meine Abnehmerfolge steigern kann“, sagt Dirk Mewes und hat damit falsch gedacht. Denn wenn dem Körper während der Reduktionsphase zu viel Anstrengung zugemutet wird, verfällt der Stoffwechsel in den Alarmzustand. Er versucht alles abzuspeichern, was er an Nahrung bekommt und neigt dazu wichtige Muskelmasse abzubauen. „Die Kombination „wenig essen und viel Sport“ ist kein Garant für einen dauerhaften Gewichtsverlust“, sagt Daniela Kielkowski.

Besonderen Grund zur Freude hat Jonas Lindberg aus Hamburg. Der 48-Jährige hatte sich vor einem Jahr einer Schlauchmagen-Op unterzogen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Anfangs hatte er auch gut abgenommen. Allerdings kam dann bei rund 100 Kilo Körpergewicht der Stillstand;  Jonas Lindberg hatte aufgrund des verkleinerten Magens einfach zu wenig gegessen und sein Stoffwechsel alles gespeichert, was er ihm mit Nahrung zugeführt hat. Anders als die anderen Kandidaten musste er sich erst einmal an größere Nahrungsmengen gewöhnen, bevor es dann auch für ihn in die Reduktionsphase ging. Jonas Lindberg hat in den vergangenen Wochen 3,5 Kilo Fett verbrannt. „Ich kann es kaum glauben, dass ich seit 20 Jahren zum ersten Mal wieder unter hundert Kilo wiege“, freut sich der Autor.

Alle vier Kandidaten sind sich einig: sie wollen weiter abnehmen. Ein Grund für die hohe Motivation ist, dass sie über den gesamten Zeitraum kein einziges Mal hungern mussten. Im Gegenteil, sie essen jetzt mehr als vorher, nehmen trotzdem fleißig ab und haben gelernt, wie sie ihren Stoffwechsel langfristig am Laufen halten. Auch die kommenden Wochen werden sie von Daniela Kielkowski begleitet.